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Projektteam Testentwicklung
Leitung: Rüdiger Hossiep
stellv.
Leitung: Annelen Collatz
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Der Einfluss von Persönlichkeit
auf die Markenwahl bei Automobilen
Rüdiger Hossiep, Melanie
Sommer, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Psychologie
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Vorbemerkung | |
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"Auf diesem Fundament prinzipieller Gleichheit aber gedeihen
die individuellen, die graduellen Unterschiede. Ausgehend von
dieser gemeinsamen Basis findet die Trennung statt, scheiden
sich Banalität und Besonderheit, Masse und Persönlichkeit. In
ihrer Mehrzahl stellen Autos die Summe ihrer Einzelteile dar –
nicht weniger, nicht mehr und nichts weiter. Ihre Banalität
macht ihre Eigenart aus. Nur eine Minderheit ist mehr als die
simple Addition von Komponenten, ist mehr als eine Summe
unterm Strich. Und es ist eine sehr kleine Minderheit. Diese
wenigen spiegeln Eigenwilligkeiten und Eigenarten wider, sind
Reflexionen ihrer Schöpfer.
Sie besitzen die Aura des Besonderen, das gewisse Etwas, jene
Außergewöhnlichkeit, die sich der Beschreibung fast entzieht.
Sie haben eine Seele."
Bleeker, Rolf (1992). The Spirit of Saab.
Mehr als
ein Auto.
S.11-12. Ariston Verlag: Genf/München
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Theoretischer
Hintergrund | |
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Jede
Person hat ein Bild über sich selbst, wie sie sich sieht,
und wie sie glaubt, dass andere Menschen sie sehen. Dieses
Selbstkonzept enthält das gesammelte Wissen bezogen auf die
eigene Person, welches aus Beobachtung des eigenen
Verhaltens oder auch der Bewertung durch andere Personen
entstanden ist. Hierunter fallen Einstellungen, Erwartungen
und Wertvorstellungen. Dieses Wissen ist mit emotionalen
Reaktionen verbunden und steuert die Verarbeitung weiterer
selbstrelevanter Informationen sowie das Verhalten.
Personen
sind grundsätzlich bestrebt, das Bild, welches Sie von sich
haben, aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund sind sie aktiv
bemüht, Informationen über sich zu sammeln, die Ihr
Selbstkonzept bestätigen (Petersen, 1994). Da diese
Informationen meistens der sozialen Umwelt entnommen werden,
will die Person nach außen signalisieren wie sie sich sieht
und wie ihre Mitmenschen sie sehen sollten. Eine gute Möglichkeit
bietet die Verwendung von konsistenten Symbolen. Jemand, der
sich selbst als sportlich bezeichnet, wird dies
beispielsweise mit dem Tragen entsprechender sportlicher
Kleidung verdeutlichen. Solche Symbole geben die Möglichkeit,
das individuelle Selbstkonzept nach außen zu kommunizieren
und entsprechende Reaktionen der sozialen Umwelt
hervorzurufen, die wiederum auf das individuelle
Selbstkonzept bestätigend wirken (Swann, 1983, 1985).
Marken
weisen heute häufig einen Symbolcharakter auf. Die
Produkte, die sie markieren, unterscheiden sich in ihrer
Funktionalität heute kaum noch voneinander und werden nicht
mehr allein auf Grund der Lösung eines Problems gekauft.
Die Marke symbolisiert oft Einstellungen, Meinungen zu einem
bestimmten Thema wie auch Gruppenzugehörigkeit (Bsp.:
Umweltfreundlichkeit, Jugendlichkeit, Sportlichkeit).
Eine
bestimmte Automarke wird nicht allein durch das Versprechen,
dass das Auto den funktionalen Ansprüchen des Fahrers genügt,
gekauft, sondern auch, weil ein bestimmtes Image mit der
Marke verbunden ist. Für den Konsumenten spielen besonders
die mit der Marke verbundenen Gefühle und Bilder eine
wichtige Rolle und inwiefern diese dazu beitragen können,
sein Selbstbild nach außen dar zu stellen.
Mit
dem Konsum entsprechender Marken kann der Verbraucher sein
Selbstbild in die gewünschte Richtung nach außen
kommunizieren. So kann das Fahren eines Wagens, der mit
einer bestimmten sozialen Schicht verbunden wird, die Zugehörigkeit
zu dieser signalisieren. Experimentelle Untersuchungen haben
gezeigt, dass Fahrern eines Wagens von höherem sozialem
Status weniger Aggressionen im Straßenverkehr
entgegengebracht wurden. Diese Fahrer können so
signalisieren, dass sie sich dieser Gruppe zugehörig fühlen
und entsprechend behandelt werden möchten.
Man
nimmt an, dass das Bild, welches eine Person von sich hat,
mental in Form, eines Netzwerkes abgespeichert ist. Die
Knotenpunkte stellen die Persönlichkeitseigenschaften der
Person dar und die Verbindungen die Nähe dieser
Eigenschaften zueinander. Auf ähnliche Art und Weise sind
die Bilder bzw. Images abgespeichert, die eine Person über
eine Marke hat. Auch mit der Marke sind Bilder und
so genannte Markenpersönlichkeiten verbunden (Aaker, J. L.,
1999). Lassen sich von der Person Übereinstimmungen
zwischen dem eigenen Bild und dem Bild der Marke finden,
eignet sich diese dazu, das eigene Selbstbild zu repräsentieren
Die
Wahl eines Produktes bzw. einer Marke hängt demnach einmal
davon ab, inwieweit das Produkt mit dem Selbstbild des
Verbrauchers in Einklang steht und ferner, welches Bild die
Verwendung eben dieses Produktes bei anderen Personen
erzeugt.
Verbraucher
werden die Marken bevorzugen, die in ihrem Ausdruck oder
Image konsistent mit ihrem Selbstkonzept sind. Dies ist
besonders dann der Fall, wenn der Konsum der Marken nach außen
ersichtlich ist. Markenartikel lassen sich somit auch als
„zweites Gesicht des Selbst“ bezeichnen, da man an Ihnen
das Bild, das eine Person von sich hat, ablesen kann.
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Zur
Untersuchung des Zusammenhanges zwischen dem Selbstkonzept
und der Wahl von Automobilmarken konnten 280 Fach- und Führungskräfte
als Teilnehmer gewonnen werden.
Zur
Erfassung des Selbstkonzeptes wurden die Mitwirkenden
gebeten, das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung
(BIP) von Hossiep und Paschen (1998) zu bearbeiten. Hierbei
handelt es sich um den im deutschsprachigen Raum führenden
Fragebogen zur Einschätzung überfachlicher Eigenschaften
im beruflichen Kontext. Das BIP wird vorwiegend in der
Eignungsdiagnostik, in der Berufs- und Karriereberatung und
im Bereich des Trainings und Coachings eingesetzt. (vgl.
Hossiep, Paschen & Mühlhaus, 2000). Da es sich hierbei
um eine Selbsteinschätzung handelt, eignet sich dieses
Verfahren dazu, das Selbstkonzept der Fahrer zu erfassen.
Die derzeitig aktuelle Version beinhaltet
17 Skalen, welche durch 211 Items erfasst werden. Die
folgende Abbildung 1 stellt die Dimensionen des BIP und die
dazu gehörigen Skalen dar.
Abb.
1: Die Dimensionen des BIP
Ein
weiterer Fragebogen sollte eine genauere Beschreibung des
derzeitigen PKWs, die Einflüsse auf die Markenwahl, sowie
Informationen, welche Kriterien beim Kauf eines Pkws für
den Verbraucher relevant sind, liefern. Personen, die keinen
Einfluss auf die Wahl der Marke hatten (Bsp.: Die Marke des
derzeitigen Wagens wurde von der Firma bestimmt), wurden von
der Untersuchung ausgeschlossen, da hier keine Rückschlüsse
von der Markenwahl auf das Selbstkonzept gezogen werden können.
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Ergebnisse | |
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Inwiefern
das berufliche Selbstkonzept, welches durch das BIP erfasst
wird, mit dem Bedürfnis, dieses Selbstkonzept mit Hilfe der
Automarke nach außen zu kommunizieren, zusammenhängt,
zeigt die Analyse der beiden Kaufkriterien „Mein Auto ist
für mich Ausdruck meines Lebensgefühls“ und „Mein Auto
ist für mich Ausdruck meiner Persönlichkeit“.
Teilnehmer, die diese Aspekte beim Kauf als relevant
erachten, werden Autos wählen, die diese symbolisieren.
Bezogen
auf das Kriterium, dass das Auto das eigene Lebensgefühl
ausdrücken soll, erbrachten 15 Items des BIP eine
Varianzaufklärung von 29%.
Betrachtet
man die relevanten Items, so lässt sich das Selbstkonzept
dieser Fahrer folgendermaßen beschreiben: Sie haben Spaß
am Leben und stellen sich gerne hohen Herausforderungen. Des
weiteren sind sie kontaktfreudig, mögen keine
Auseinandersetzungen und es ist ihnen wichtig wie andere
Personen über sie denken.
22 Items klären 38% der Varianz auf, mit dem Auto die eigene
Persönlichkeit ausdrücken zu wollen.
Personen,
die ihre Persönlichkeit mit dem Auto darstellen,
beschreiben sich als selbstbewusst, bringen hohe Leistungen,
messen sich aber nicht unbedingt an anderen und können mit
Belastungen umgehen.
Diese
Ergebnisse geben schon vorab einen Hinweis, dass das
Selbstkonzept einer Person das Kaufverhalten von Automobilen beeinflusst und demnach vermutlich auch die Wahl von
Automobilmarken determiniert.
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Vergleich
von Markengruppen | |
Das Hauptinteresse dieser Untersuchung galt dem Ziel,
direkte Zusammenhänge zwischen der Persönlichkeit und der
Wahl bestimmter Automobilmarken zu finden.
Mit
Hilfe einer Clusteranalyse wurden zwei Markengruppen
gebildet, welche sich folgendermaßen zusammensetzten:
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Gruppe
1:
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VW
Opel, Renault & Fiat
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Gruppe
2:
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Audi,
BMW & Mercedes
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Anhand
dieser konnten Zusammenhänge zwischen der Markenwahl und
der Ausprägung bestimmter Persönlichkeitseigenschaften auf
einigen Skalen des BIP aufgezeigt werden. Die folgende
Abbildung 2 veranschaulicht die unterschiedlichen Ausprägungen
auf den Skalen des BIP.
Abb.
2: Bip-Skalenmittelwerte der Fahrer in den zwei
Markengruppen
(
= Hinweis auf signifikante Unterschiede zwischen den
Gruppen)
So
zeigte sich, dass Fahrer der zweiten Markengruppe leistungsmotivierter, führungsmotivierter, flexibler und
durchsetzungsstärker sind als Fahrer der ersten
Markengruppe. Sie sind jedoch weniger soziabel, d.h. weniger
harmoniebedürftig und weisen eine geringere
Analyseorientierung auf. Ferner zeigt sich in der zweiten
Gruppe eine bessere psychische Konstitution. So beschreiben
sie sich als selbstbewusster und sind belastbarer als die
erste Fahrer-Gruppe.
Die
Ergebnisse deuten darauf hin, dass die zweite Gruppe der
Autofahrer ein Selbstkonzept aufweisen, wie es von einer Führungskraft
erwartet wird. Diese eigene Betrachtungsweise versuchen sie,
durch das Fahren entsprechender Marken zum Ausdruck zu
bringen. So sind die Marken Audi, Mercedes und BMW
sicherlich Marken, die vorwiegend von Geschäftsleuten
gefahren werden. Eine Trendstudie des ADAC-Verlages (o. V.,
1998) ergab, dass die Marke BMW Expressivität und Life
Style vermittelt. Hiermit wird der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit
sowie Exklusivität und Selbstdarstellung verbunden. Mit
Mercedes und Audi werden eine hohes Ansehen in der Öffentlichkeit,
das eine Abgrenzung von anderen erlaubt, assoziiert.
Ferner
erbrachte eine weitere Studie des ADAC-Verlages (o. V., 2000),
die das Drängler-Verhalten auf den Autobahnen analysierte,
dass die Fahrer der Marken BMW und Mercedes die Spitzenreiter
im Drängeln sind. Dies lässt auch die Annahme zu, dass
Personen, die Einfluss auf andere Personen ausüben, dieses
Verhalten auf den Straßen zeigen. Dies steht im Einklang mit
den Überlegungen, dass Personen mit den Marken ihr
Selbstkonzept nach außen kommunizieren. Durch das Fahren von
Autos, die dieses symbolisieren, werden Verhaltensweisen von
Mitmenschen hervorgerufen, die wiederum dieses Selbstbild bestätigen.
Das heißt, diesen Autofahrern wird auf der Autobahn Platz
gemacht. Dies bestätigt die Halter wiederum darin, dass sie
sich durchsetzen können.
Eine
weitere Gruppierung der Marken nach der Höhe der empfunden
Emotionalität erbrachte folgende Einteilung:
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Hohe
Emotionalität:
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BMW,
Audi, Mercedes Alfa Romeo, Jaguar & Porsche
|
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Niedrige
Emotionalität:
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VW,
Opel, Ford, Renault, Toyota, Fiat, Peugeot, Seat, Saab,
Honda, Skoda & Volvo
|
Hierbei
ergab sich ein ähnliches Bild wie bei der zuvor vorgenommenen
Einteilung: Fahrer von Automarken mit hoch ausgeprägten Emotionalität
sind im Vergleich mit der anderen Gruppe signifikant
leistungs- und führungsmotivierter, deutlich flexibler und
durchsetzungsstärker sowie emotional stabiler, belastbarer
und mit einem ausgeprägtem Selbstbewusstsein versehen.
Auch
hier zeigt sich, dass die Marken ermöglichen diese Persönlichkeitseigenschaften
nach außen zu kommunizieren.
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Vergleich
von einzelnen Marken | |
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Auch beim
Vergleich des Selbstkonzeptes von Fahrern eines VW mit dem
Selbstkonzept von Fahrern eines Audi zeigten sich Unterschiede
wie folgende Abbildung veranschaulicht:
Abb. 2: Bip-Skalenmittelwerte der
VW- und Audi- Fahrer
(
= Hinweis auf signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen)
Der
Audi Fahrer beschreibt sich als leistungsmotivierter, führungsmotivierter,
flexibler, durchsetzungsstärker und belastbarer.
Auch
hier konnte eine Trendstudie des ADAC-Verlages Informationen
zur Stimmigkeit des Images mit dem Selbstkonzept der Fahrer
geben. So zeigte Audi im Vergleich zu VW eine höhere
Faktorladung für den Faktor Expressivität und Live Style,
der sich dadurch auszeichnet, dass die Marke die Persönlichkeit
ausdrücken soll und sie von anderen Mitmenschen abgrenzt. Die
Marke Audi dient somit der Selbstdarstellung.
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Zusammenfassung
& Ausblick | |
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Wie
bereits beschrieben, stellt das Selbstkonzept eine
Wissensstruktur über das Selbst dar und wird durch
Erfahrungen in der sozialen Umwelt gebildet. Es bestehen
Annahmen darüber, dass das Selbst mit verschiedenen Bereichen
der sozialen Umwelt in Beziehung gebracht wird. Einer dieser
Bereiche, für die sich Personen ein Selbstbild geschaffen
haben, ist der berufliche Bereich. Dieser enthält Konzepte,
wie sich die Person in beruflichen Situationen verhält. In
dieser Untersuchung konnten Zusammenhänge zwischen bestimmten
Persönlichkeitseigenschaften (dem berufsbezogenen Selbstbild)
und dem Fahren bestimmter Automarken gefunden werden.
Für
die Praxis bedeutet dies, dass die Erfassung der Persönlichkeitsbeschreibung
von Fahren bestimmter Automarken, einen Ansatzpunkt bieten
kann, den potentiellen Käufer der jeweiligen Marken genauer
zu beschreiben. Dies veranschaulicht beispielhaft die
vorliegende Untersuchung.
Das
Persönlichkeitsbild einer Marke lässt sich in Form eines
assoziativen Netzwerkes veranschaulichen, das die
verschiedenen Eigenschaften der Marke als Knotenpunkte und
Verbindungen, welche die assoziative Nähe zum Ausdruck
bringen, darstellt (Esch, 2000). Ebenso kann man das
Selbstbild einer Person auf diese Weise verdeutlichen. Demnach
wäre eine erfolgreiche Marke dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen diesen beiden Schemata Übereinstimmungen bestehen.
Wird beispielsweise mit der Marke Audi Macht und
Durchsetzungsvermögen verbunden und sind diese auch
Bestandteil des Selbstbildes des Käufers, dann ermöglicht
die Marke eine Kommunikation des Selbstbildes nach außen.
Die
Produktwahl wird davon abhängen, inwieweit das Produkt mit
dem Selbstbild des Verbrauchers in Einklang steht. Ferner muss
die Nutzung dieses Produktes dem Verbraucher die Möglichkeit
geben, ein ihrem Selbstkonzept entsprechendes Bild bei anderen
Personen hervorzurufen.
Weitere
Erhebungen mit einer größeren Anzahl an Fahrern werden es
ermöglichen, für mehrere Marken ein typisches
Fahrer-Selbstbild zu erstellen.
Dadurch
können detailliertere Aussagen über den Zusammenhang
zwischen Markenpräferenz und Persönlichkeitsstruktur
gewonnen werden.
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Literatur | |
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Aaker, J. L. (1999). Dimensionen der
Markenpersönlichkeit. In F.-R. Esch (Hrsg.) Moderne Markenführung:
Grundlagen – innovative Ansätze – praktische Umsetzungen
(S. 91-102). Wiesbaden: Gabler.
Esch, F.-R. (2000). Wirksame
Markenkommunikation bei steigender Informationsüberlastung
der Konsumenten. In R. Köhler, W. Majer & H. Wiezorek
(Hrsg.), Erfolgsfaktor Marke: neue Strategien des
Markenmanagements (S. 71-89). München: Vahlen.
Hossiep,
R. & Paschen, M. (1998). Das Bochumer Inventar zur
berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP). Göttingen:
Hogrefe.
Hossiep,
R., Paschen, M. & Mühlhaus, O. (2000). Persönlichkeitstests
im Personalmanagement. Göttingen: Hogrefe.
o. V.
(1998). PkW Monitor. Eine Trendstudie des ADAC Verlages.
o. V. (2000). Gefahr im Rückspiegel.
ADAC Motorwelt, 7, 32-34.
Petersen,
L. E. (1994). Selbstkonzept und Informationsverarbeitung: der
Einfluss des Selbstkonzeptes auf die Suche und Verarbeitung
selbstkonzeptrelevanter Informationen und auf die
Personenwahrnehmung. Essen: Verl. Die Blaue Eule.
Swann,
W. B. (1985). The self as an architect of social reality. In
B. R. Schlenker (Ed.), The self and social life (pp. 100-125).
New York: Mc Graw-Hill.
Swann,
W. B., Jr. (1983). Self-Verification: Bringing Social Reality
into Harmony with the Self. In J. Suls & A. G. Greenwald
(Eds.), Psychological Perspectives on the Self (Vol. 2, pp.
33-66). Hillsdale, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates.
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