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Die
Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ein wichtiger Bestandteil der
Philosophie vieler Organisationen. Dass dieses Konzept nach wie vor nichts
von seiner Bedeutung eingebüßt hat, zeigt sich u. a. bei den jährlichen
Umfragen der
Unternehmensberatung Gallup (2001-2008), die zu dem bestürzenden
Ergebnis kommen, dass nur 13 % der Arbeitnehmer in Deutschland ihrem
Unternehmen gegenüber loyal sind und eine hohe Bindung aufweisen -
Tendenz: sinkend. Der gesamtwirtschaftliche Schaden dadurch wird auf ca.
234 Milliarden Euro pro Jahr beziffert (Gallup, 2004).
Für
das fehlende Engagement wird vor allem das Management als Begründung
verantwortlich gemacht. So äußerten befragte Arbeitnehmer, dass sie
nicht wissen, was von ihnen erwartet wird, dass ihre Vorgesetzten sich
nicht für sie als Menschen interessieren, dass sie eine Position
ausfüllen, die ihnen nicht liegt, und dass ihre Meinungen und Ansichten
kaum Gewicht haben.
Dass Mitarbeiterorientierung aber einen erheblichen Einfluss auch auf
harte Kennzahlen eines Unternehmens ausübt, zeigt eine Studie, die im
Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
durchgeführt wurde: 41 % des Unternehmenserfolgs gehen auf Aspekte eines
mitarbeiterorientierten Personalmanagements (wie z. B.
Personalentwicklung, Entlohnung, Führung) zurück (Schubert, vor der
Brüggen, Haferburg, 2009).
Darüberhinaus zeigen
Untersuchungen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit sich nicht nur
auf die Leistung und Fluktuation auswirkt, sondern auch einen
wesentlichen Beitrag zum Personalmarketing leistet. Die Möglichkeit zum
eigenverantwortlichen Handeln, das Bereichsklima und der Führungsstil
führen zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und stellen zugleich
maßgebliche Faktoren dar, nach denen Akademiker ihren zukünftigen
Arbeitgeber auswählen.
Das
Bochumer Inventar zu Mitarbeiterzufriedenheit und Organisationsklima
(BIMO) vereint Aspekte der Arbeitszufriedenheit, der Arbeitsmotivation
und des Organisationsklimas in einem Verfahren. Die Besonderheit besteht
in der Aufnahme von Persönlichkeitsskalen, aufgrund der Annahme, dass
die Passung zwischen Persönlichkeit und Arbeitsanforderungen die
Zufriedenheit beeinflusst.
Das
BIMO eignet sich sowohl zur eigenen individuellen Standpunktbestimmung,
als auch zur Reflexion der Arbeitsprozesse eines Teams bzw. größerer
Unternehmensbereiche - bis hin zur gesamten Organisation. Es handelt sich hierbei um ein standardisiertes,
wissenschaftlich entwickeltes Verfahren, das auch im Rahmen von
Zertifizierungsprozessen (DIN EN ISO 9000ff. VDA 6.1, TS 16949,
Zertifizierung nach EFQM-Modell) eingesetzt werden kann.
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