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» AE Methodenlehre » Fakultät für Psychologie

BIP-AM

Anforderungsmodul zum Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung

  Entstehung und derzeitiger Stand

"Personality counts"

Bei der Besetzung einer Vakanz gewinnen neben der fachlichen Qualifikation als Grundvoraussetzung überfachliche Qualifikationen mehr und mehr an Bedeutung. Persönlichkeitseigenschaften werden als sogenannte "Schlüsselfaktoren" für den Berufserfolg angesehen.

Die fachlichen Voraussetzungen, um in einer bestimmten beruflichen Position erfolgreich zu sein, sind in der Regel schnell bestimmt. Bei den überfachlichen Qualifikationen gestaltet sich dies meist sehr viel schwieriger. Zielvorgaben hinsichtlich der Persönlichkeit eines Mitarbeiters sind in der Praxis häufig global und selten positionsspezifisch. Zahlreichen Rückmeldungen der Anwender des von uns entwickelten berufsbezogenen Persönlichkeitstests BIP war zu entnehmen, dass die Nachfrage nach einem auf wissenschaftlich fundierter Basis entwickelten Testverfahren groß ist. Dieses Verfahren beschreibt eine berufliche Position systematisch hinsichtlich ihrer persönlichkeitsbezogenen Anforderungen.

Im Zuge der Fragebogenentwicklung des BIPs Anfang der 90er Jahre erfolgte in enger Abstimmung mit zahlreichen Personalpraktikern eine Identifikation der im betrieblichen Kontext für wichtig erachteten Eigenschaften und Verhaltensweisen. Diese Persönlichkeitskonstrukte haben sich in der Praxis bewährt. Aus diesem Grund erfolgte die Konstruktion des BIP-AMs in enger Anlehnung an das BIP, dessen Persönlichkeitskonstrukte für das BIP-AM übernommen wurden.

Zu den 17 Dimensionen des BIP-AMs wurden zunächst charakteristische Aussagen formuliert (ca. 1000 unterschiedliche Formulierungen), von denen 330 Aussagen einer Personenstichprobe vorgelegt und anschließend einer statistischen Analyse unterzogen wurden. Die Auswahl der Fragen für die derzeitige dritte revidierte Forschungsversion erfolgte schrittweise, indem die inhaltlich und statistisch tragfähigsten Aussagen im Fragebogen verblieben sind.

 
Letzte Änderung: 20.04.2010