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2. Anwendertag zu den Bochumer Inventaren

 

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pix Projektteam Testentwicklung

Leitung: Rüdiger Hossiep

stellv. Leitung: Annelen Collatz

Entdeckungen 3 Entdeckungen 4 Entdeckungen 5
 
 
Unser Angebot für:   Test-Interessenten | Unternehmen BIP-Anwender   
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» AE Methodenlehre » Fakultät für Psychologie
 

BOWIT

Bochumer Wissenstest

 

 

  Ziele

Ziel des Bochumer Wissenstestes ist die zuverlässige und fundierte Erfassung des Allgemeinwissens. Trotz der Schwierigkeit, Allgemeinwissen genau zu definieren, ermöglicht das Verfahren im Induktionsschluss Rückschlüsse über den Wissens- und Bildungsstand des Teilnehmers.

 

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  Einsatzmöglichkeiten

Der Bochumer Wissenstest als Diagnostikinstrument bietet sich vor allem im Rahmen von Fragestellungen an, die das Allgemeinwissen, die Lernbereitschaft und die Offenheit für neue Erfahrungen betreffen.

So sind beispielsweise viele Berufe heutzutage durch ein hohes Maß an Kundenorientierung und interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt. Gerade in solchen Situationen ist der Einzelne aufgefordert, sein Wissen adäquat weiterzugeben, überfachliche Situationen angemessen zu meistern und komplexe Probleme zu bewältigen. Wissen stellt hierbei einen entscheidenden Schlüsselfaktor dar, der im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung hin zur Dienstleistungsgesellschaft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Darüber hinaus bietet sich der BOWIT als Ergänzung und Vertiefung zu bestehenden Testbatterien zur Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit an.

 

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 Entstehung und derzeitiger Stand

Die ersten Schritte zur Konstruktion eines differentiellen Wissenstests wurden im Rahmen des Projektseminars mit dem Titel: „Anforderungen und Rekrutierungsmechanismen im Managementbereich“, unter der Leitung von Dr. Rüdiger Hossiep im WS 1997/1998 unternommen. Ausgangspunkt dieser Überlegungen war die in Industrie und Wirtschaft verbreitete Ansicht, dass Hochschulabsolventen, die in das Berufsleben einsteigen, sich zwar durch umfangreiche fachspezifische Kenntnisse auszeichnen, jedoch vielfach einen erheblichen Mangel an Allgemeinwissen aufweisen. 

Eindrucksvoll belegt wird das mitunter unzureichende Allgemeinwissen der Deutschen immer wieder durch durch Studien und Untersuchungen. Das Meinungsforschungsinstitut EMNID führte beispielsweise 1994 eine repräsentative Umfrage zur Erfassung des Allgemeinwissens durch, bei der insgesamt 1004 Probanden zu 16 Gebieten, wie Geschichte, Literatur, Kunst, Auto/Verkehr und Politik, befragt wurden. 

Die Ergebnisse zeigten, dass der „Durchschnittsdeutsche“ in sämtlichen Gebieten nur ein Halbwissen besitzt und 20 Prozent der deutschen Bevölkerung in allen Gebieten nur geringe oder gar keine Kenntnisse besitzen.

Aufgrund dieser Tatsache sowie dem Aspekt, dass es derzeit kein aktuelles und wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur differentiellen Erfassung des Wissens gibt, hat sich das Projektteam Testentwicklung an die Entwicklung des BOWIT gemacht.

Auf Basis verschiedenster Lehrpläne von Schulen und Universitäten wurden bis heute ca. 1200 Fragen entwickelt, erprobt und modifiziert.  

Eine letzte Antwort auf die Frage, was nun "Allgemeinwissen" ist, kann auch unser Test letztendlich nicht liefern, da niemand in der Lage ist, dies genau zu definieren. Mit dem BOWIT bieten wir dem Teilnehmer lediglich die Möglichkeit, sein Wissen im Vergleich zu den anderen Testteilnehmern objektiv und zuverlässig auf den elf unterschiedlichen Dimensionen einzustufen. 

Im Dezember 2007 wurde das Verfahren von den Autoren Rüdiger Hossiep und Marcus Schulte beim Hogrefe Testverlag publiziert.

 

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 Aufbau des Verfahrens

Der Bochumer Wissenstest fragt das Wissen auf den folgenden elf Wissensgebieten ab:

  • Bildende Kunst/ Architektur

  • Biologie/Chemie

  • Ernährung/Bewegung/Gesundheit

  • Geografie/Verkehr

  • Gesellschaft/Zeitgeschehen/Politik

  • Geschichte/Archäologie

  • Mathematik/Physik

  • Philosophie/Religion

  • Sprache/Literatur

  • Technik/EDV

  • Wirtschaft/Recht

 

Die Fragen sind nach dem Multiple-Choice-Prinzip aufgebaut, d.h. es stehen Ihnen pro Frage fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Reduzierung der Ratewahrscheinlichkeit lautet die fünfte Alternative dabei stets "Keine der zuvor genannten Antwortmöglichkeiten ist richtig". Um für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen sicherzustellen, haben wir uns bewusst gegen die Antwort "Ich weiß es nicht" entschieden, da die Tendenz, ehrlich zu antworten bzw. Ratestrategien anzuwenden von der jeweiligen Testsituation und von dem Teilnehmer selbst abhängig ist.

Der BOWIT besteht aus 154 Fragen. Zusätzlich existiert eine Kurzversion mit 45 Fragen.

Zur Veranschaulichung können Sie sich hier einige Beispielfragen des BOWIT (pdf-Format) anschauen.

 

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 Presseschau

Was schreibt die Presse über den Bochumer Wissenstest? Einen ersten Eindruck können sie dem folgenden Artikel der Bochumer Hochschulzeitung "Rubens" entnehmen. Weitere Berichte folgen in Kürze.

Rubens-Artikel (2002, pdf-Format)

mlp-Artikel (2005, pdf-Format)

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 Auswertung

Diese Auswertung umfasst neben der prozentualen Anzahl richtig gelöster Fragen auch einen Vergleich mit einer für den Teilnehmer relevanten Bezugsgruppe. Im Gegensatz zu vielen anderen Testverfahren im Internet oder der Presse wird der Einzelne somit in die Lage versetzt, sein Wissen auf den elf unterschiedlichen Testgebieten zuverlässig und genau einzuschätzen.

Die richtigen bzw. falschen Antworten sind in der Ergebnisrückmeldung nicht enthalten, um so die Testfairness für spätere Teilnehmer sicherzustellen. Eine Veröffentlichung der Fragen würde durch die Möglichkeit zur Vorbereitung zu einer Ergebnisverzerrung führen. Da unsere Testfragen auch lediglich einen Ausschnitt des Konstruktes "Allgemeinwissen" darstellen (eine exakte Definition ist nicht möglich), sind sie letztlich beliebig austauschbar. Durch ihre empirische Absicherung liefern sie allerdings die Möglichkeit, fundierte Schlussfolgerungen über das Allgemeinwissen des Teilnehmers zu ziehen.

 

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 Ergänzende Verfahren

Zur besseren Interpretation der BOWIT-Ergebnisse sollte vor allem die Persönlichkeit und die Allgemeinintelligenz des Teilnehmers berücksichtigt werden, um so sinnvolle Rückschlüsse über die Gewichtung einzelner Skalenausprägungen ziehen und mögliche Veränderungsansätze ableiten zu können. Wir vom Projektteam Testentwicklung können Ihnen dazu folgende Verfahren anbieten:

Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP)

Bochumer Matrizentest (BOMAT; derzeit nur über den Hogrefe-Verlag zu beziehen)

 

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  Teilnahme

Der Bochumer Wissenstest (BOWIT) wurde im Dezember 2007 im Hogrefe-Testverlag veröffentlicht und ist seitdem ausschließlich über den Verlag zu beziehen.

 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Letzte Änderung: 20.04.2010 | Ansprechpartner: Projektteam Testentwicklung